Mesenskaya Rospis

Mesenskaya Rospis - Kunst auf Birkenrinde

Mesenskaya Rospis – Kunst auf Birkenrinde und Holz

 

Die meisten Russen lieben verschnörkelte und reich verzierte Gegenstände. Diese Vorliebe hat eine sehr lange Tradition und tiefe Wurzeln. So auch die Kunst über die ich hier schreiben möchte.

Mesenskaya Rospis ist eine spezielle Art Haushaltswaren zu verzieren. Es wird vermutet, dass es diese Kunst schon seit Jahrhunderten gibt, obwohl der genaue Ursprung unbekannt ist. Das Einzige was mit Sicherheit gesagt werden kann, dass diese Malerei seit dem 18. Jahrhundert überwiegend im Norden Russlands zu finden ist.
Den Namen hat die Kunst vom Fluss „Mesen“. Dort werden seit Generationen Haushaltswaren wie Dosen, Gewürzbehälter, Brotkörbe, Schneidebretter und viele andere Dinge aus Holz oder Birkenrinde mit dieser speziellen und sehr unikalen Technik verziert.
Abhängig von den Motiven und der Zusammensetzung von den Zeichen kann man bis heute unterscheiden wo ein bestimmter Gegenstand entlang des Mesen bemalt wurde.
Das markanteste Merkmal ist die schöne Komposition aus roter und schwarzer Farbe. Die rote- wird zum Füllen genutzt und die schwarze Farbe für die Akzentuierung der Konturen. Bei der originalen Mesenskaya Rospis weicht man auch nicht von dieser Zusammensetzung ab.
Ebenso hat jedes Zeichen einen eigenen Sinn und man kann sogar aus den meisten Kunstwerken eine kleine Geschichte herauslesen oder einen gewissen Sinn vermittelt kriegen.
Sehr oft kommen Tiermotive auf den Gegenständen vor. Hirsche, Pferde, Enten und Schwäne sind die Lieblingstiere der Russen; nicht ohne Grund, denn bei den heidnischen Slawen waren es heilige Tiere. Das Bild wird meistens in die heiligen drei Teile aufgeteilt, die Unterwelt, die Unsrige, und der Himmel. Sehr gerne erzählte man Geschichten über die Jagd, die Tierwelt und über die Natur mit dem Weltenbaum.
Heutzutage wird diese Malerei gerne zu Therapiezwecken oder Kindern beigebracht. Denn die Kunst ist einfach, rhythmisch, geometrisch und man hält die eigene Kultur am Leben.

Quelle: russische Literatur

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